Gegenwärtig wird in unserer sächsischen Landeskirche viel über Strukturreform gesprochen. Ziel ist es, dass kleiner gewordene Gemeinden sich so zusammenfinden, dass Pfarrer, Gemeindepädagogen, Kantoren (und andere angestellte Mitarbeiter) vom Umfang ihrer Arbeitsstellen auch leben können. Seit der Frühjahrstagung der Landessynode 2017 gab es dazu in allen Teilen der Landeskirche viele Veranstaltungen und Gespräche, wie diese Struktur verwirklicht werden kann, ohne negative Auswirkungen auf die Kirchgemeinden und die ehrenamtlichen Mitarbeiter. Auf der Frühjahrstagung vom 13. bis 16. April 2018 hat die Landessynode nun das „Gesetz zur regionalen Zusammenarbeit von Kirchgemeinden, Kirchgemeindebünden, Kirchspielen und Schwesternkirchverhältnissen“ beschlossen. In diesem Gesetzestitel sind schon alle rechtlichen Formen der Zusammenarbeit von Kirchgemeinden benannt.

(Das Gesetz ist veröffentlicht unter https://engagiert.evlks.de/landeskirche/themen-und-debatten/strukturdebatte/)

Bereits im Zuge der Diskussion über die künftige Strukturreform fanden sich die Kirchenvorstände der Gemeinden Auerswalde, Borna, Ebersdorf, Glösa und Wittgensdorf im September 2017, im März und im Mai 2018 zusammen und waren sich einig, dass wir unsere bestehenden Verbindungen intensivieren und stärker zusammenarbeiten wollen. Schon längere Zeit gibt es z. B. den gemeinsamen Männerkreis aller Gemeinden, das Gospelchor-Projekt von Borna, Ebersdorf und Glösa, (das schon Gottesdienste in allen drei Gemeinden ausgestaltet hat), die gemeinsame  Johannisandacht von Borna und Glösa, Bläsergottesdienste mit den Posaunenchören Borna und Glösa, unter der Leitung von Kantorin Hübler aus Glösa.

Wie 2013 wurde auch 2018 die Veranstaltungsreihe ProChrist von Mitgliedern der Gemeinden Borna, Ebersdorf und Glösa organisiert. Auch der anschließende Glaubenskurs wurde gemeinsam durchgeführt. Der Gottesdienst zum Weltgebetstag der Frauen wurde dieses Jahr erstmals gemeinsam von Frauen aus Borna, Ebersdorf und Glösa vorbereitet. Diese Zusammenarbeit ist eine Bereicherung nicht nur für uns, sondern für alle Gemeinden. Und sie soll ausgebaut werden in einer gemeinsamen Struktur im Rahmen einer größeren Region. Laut Zeitplan unserer Landeskirche soll das in den nächsten 12 Monaten geschehen. Dazu sind noch viele Gespräche vor allem im Rahmen der Kirchenvorstände notwendig. Vor allem aber braucht es dazu viel Weisheit und Gebet, damit auch künftig unter veränderten Rahmenbedingungen bei uns in Chemnitz-Borna und in der Region Gemeinde Jesu Christi gebaut werden kann.